Ein perfekter Abend in Bottrop!

Ein herzliches Dankeschön geht an Thomas Dodt, der alle Fotos gemacht hat!


Kommentar eines Mitgliedes des "Kuratorium Barbaramahl":

Lieber Herr Lang,
mir ist es ein Bedürfnis Ihnen und Ihrem Katholikenrat auf diesem Wege noch einmal ganz herzliche Danke zu sagen, für die
tolle Ausrichtung des Barbaramahles.
Bis ins Detail (z.B. Zelte zum Toilettengang) haben Sie an das Wohl der Gäste gedacht.
Die Kulturkirche war, so wie Sie sie hergerichtet haben, ein hervorragender Ort und so konnte eine Atmosphäre des Wohlfühlens entstehen, die
überall zu spüren war.
Richten Sie bitte dieses erste Dankeschön auch an Ihren Katholikenrat aus. "Die Bottroper sind schon richtig gut!".
Nun wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie, aber auch Ihren MitstreiterInnen im Katholikenrat eine gute und besinnliche Adventszeit und
verbleibe mit einem herzlichen Gruß
Ihre Maria Petermeier

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Die Rede von Ministerpräsident Tobias Hans zum nachlesen:
Tobias Hans Rede Barabaramahl 2018.pdf
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"9. Barbaramahl Ruhr": Festredner Tobias Hans nennt Bergbau "Treibstoff der frühen Industrialisierung"

 


Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler: „Noch nicht am Ende unserer Reise“ - Über 170 Gäste in der Kulturkirche Heilig Kreuz

 

Über 170 geladene Gäste hatten sich am Freitag, dem 30. November, in der Bottroper Kulturkirche Heilig Kreuz zum „9. Barbaramahl Ruhr“ versammelt, genossen ein schönes kulturelles Rahmenprogramm und spendeten für die Arbeit der Hospizgruppe in Bottrop. Höhepunkt der Veranstaltung, die vom Schirmherrn Oberbürgermeister Bernd Tischler eingeleitet wurde, war die Festrede des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans. Er betonte die Notwendigkeit der Erhaltung bergmännischer Werte und Traditionen auch nach dem Ende des deutschen Steinkohlebergbaus. Werte und Traditionen, die insbesondere an der Heiligen Barbara festzumachen seien.

"Bottrop - Bergbau - Barbara, diese drei stehen mit ihrer langjährigen Geschichte gleichsam für die Tradition. Aber wie die Stadt selbst und der Bergbau steht der Name der Heiligen auch für Innovation in der Kirchenentwicklung. "Innovation kann sich nicht mit Technischem begnügen, sie sollte sich ebenso auf ein Umdenken im Leben erstrecken", das war schon im Jahr 2011 für den Bottroper Katholikenrat die Motivation zur Ausrichtung des 2. Barbaramahles Ruhr gewesen. Dass nun am 21. Dezember in Bottrop auf der Schachtanlage Prosper Haniel die Ära des deutschen Steinkohlebergbaus zu Ende geht, war Grund genug, sich um die Ausrichtung des jetzt 9. Barbaramahles zu bewerben und den Zuschlag zu erhalten.

Katholikenratsvorsitzender Eberhard Lang erläuterte in seiner Begrüßungsansprache: „Es ist uns wichtig, durch das Barbaramahl das Bewusstsein für die unter Bergleuten hoch verehrte Heilige über das Ende des Bergbaus hinaus wach zu halten.“ Mit Blick auf seine Heimatstadt lobte Lang die guten Beziehungen zwischen Kommune und Kirchengemeinden ebenso wie die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen der „InnovationCity“, die dazu beitragen würden, den mit dem Bergbauende unausweichlichen Strukturwandel in Bottrop voran zu treiben.

Schirmherr Bernd Tischler würdigte die Märtyrerin Barbara als „eine starke Frau, die für ihre Überzeugungen tapfer eingetreten ist“. Sie sei ein Symbol der Standhaftigkeit, des Muts und des festen Glaubens an die eigene Überzeugung und Identität. „All diese Eigenschaften haben wir in Bottrop ebenfalls stets benötigt“, konstatierte der Oberbürgermeister. 

Die Stadt habe in den vergangenen Jahren den Prozess der Erneuerung erfolgreich begonnen, „doch wir sind noch lange nicht am Ende unserer Reise“. Es habe gegolten, mutig für neue Überzeugungen und Ideen einzustehen. „Dies ist“, so Tischler, „in Bottrop vor allem mit ‚InnovationCity‘ und dem Wandel hin zu einer energieeffizienten und modernen Klimastadt gelungen.“ 

Mit Blick auf die anstehenden großen Aufgaben forderte der OB: „Sehen wir die Heilige Barbara nicht mehr nur als Schutzpatronin der Bergleute, sondern als Zeichen der Hoffnung und des Muts generell.“ 

Ministerpräsident Hans würdigte in seiner Festrede zum einen die wirtschaftliche Bedeutung des Steinkohlebergbaus mit dessen Abschluss ("große Zäsur") eine Ära mit nationalem Charakter zu Ende gehe. Die Steinkohle sei der "Treibstoff der frühen Industrialisierung", das Maschinenzeitalter wäre ohne Kohle nicht möglich gewesen. Tobias Hans verwies mit Blick auf die Nachkriegszeit auf die Liedzeile von Herbert Grönemeyer: "Das Grubengold hat uns wieder hoch geholt." Neben dieser Schaffung und Sicherung von entstehendem Wohlstand dürften allerdings auch nicht die vielen Opfer bei Grubenunglücken und in der täglichen Arbeit vergessen werden. 

Für den Ministerpräsidenten ist zum anderen aber auch das kulturelle Erbe des Bergbaus wichtig; Werte und Tugenden wie Solidarität, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Zähigkeit, Verlässlichkeit und Toleranz hätten den Bergarbeitern in den Schächten ihr Leben gesichert. Bei der Arbeit sei es wichtig gewesen, sich auf den Mann neben einem absolut verlassen zu können, egal ob der aus Italien, Polen, der Türkei oder aus der Nachbarstadt kam. "Integration hat im Bergbau Tradition", bekräftigte Hans und betonte: "Auf diese Tradition müssen wir uns gerade in den gegenwärtigen Zeiten besinnen!" 

Die Bergleute hätten Kraft und Halt im Glauben gerfunden, die genannten Werte seien entsprechenden christlichen Quellen entsprungen. In der Suche nach Schutz habe sich vieles an der Nothelferin Barbara festgemacht, So gebe es auch heute noch kein Bergwerk, keinen Tunnelbau ohne Barbara-Figur. 

Der saarländische Ministerpräsident verwies mit Blick auf die Zeiten des Strukturwandels auf die Freundschaft zwischen dem Saarland und dem Ruhrgebiet und dankte für die Aufnahme der saarländischen Bergleute nach den Zechenschließungen bis Mitte 2012 in den hiesigen Revieren: "Gerade auch die offene Aufnahme in Ibbenbüren werden wir nicht vergessen!", betonte Hans.  
Für das kulturelle Rahmenprogramm der Veranstaltung sorgte der Orgelvirtuose Prof. Jürgen Kursawa, der auch einmal Organist an der Kirche Heilig Kreuz war. Er spielte an der „Stereo“-Orgel zwischen den Menue-Gängen klassische Stücke von Johann Sebastian Bach über Cesar Franck bis zu Charles-Marie Widor.
 Das Kuratorium Barbaramahl verkündete am Ende des Abends, dass das 10. Barbaramahl Ruhr (wie das erste) wieder in Bochum stattfinden wird - diesmal im dortigen Bergbaumuseum.

 

Neues Ruhrwort 07.12.2018
Neues Ruhrwort 07.12.2018


Pressekonferenz zum Barbaramahl am 15.10.2018 von links: Thomas Hellbach, Roberto Giavarra, Eberhard Lang, Andreas Pläsken, Propst Paul Neumann vor dem Bild der tanzenden Barbara in Herz Jesu, Bottrop (Foto: Peter Noçon, herzlichen Dank!)
Pressekonferenz zum Barbaramahl am 15.10.2018 von links: Thomas Hellbach, Roberto Giavarra, Eberhard Lang, Andreas Pläsken, Propst Paul Neumann vor dem Bild der tanzenden Barbara in Herz Jesu, Bottrop (Foto: Peter Noçon, herzlichen Dank!)
WAZ-Bottrop, 16. Oktober 2018 (im Bild links: Thomas Hellbach)
WAZ-Bottrop, 16. Oktober 2018 (im Bild links: Thomas Hellbach)

 

 

Informationen zum „Barbaramahl Ruhr 2018" in der Heilig-Kreuz-Kirche

 

„Das erste Barbaramahl Ruhr (Wohltätigkeitsessen) fand auf Initiative des Katholikenrates der Stadt Bochum am 3. Dezember 2010 (Freitag vor dem Gedenktag der Hl. Barbara) im Bochumer Ratssaal statt. Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens der Ruhr 2010-Projekte war dies mit der Hoffnung verbunden, eine Tradition zu begründen. Mit der Veranstaltung sollte die im Ruhrgebiet verehrte Heilige mit vielfältigen Aspekten aus dem „Dunkel ans Licht" geholt werden. Schon 2010 stand das Ende des Steinkohlebergbaus fest. Die Initiatoren bewegte u. a. der Gedanke, die Heilige über das Auslaufen des Bergbaus hinaus im Bewusstsein der Menschen zu halten. Angestrebt wurde, dies auch mit der Einrichtung des Barbaramahls zu erhalten. Der aus der Abhaltung des Mahls erwirtschaftete Überschuss, die Teilnehmer werden um Spenden gebeten, wird stets an die örtlichen Hospize weitergeleitet. Ein sinnreicher Verwendungszweck. Die Heilige Barbara wird auch um Beistand für einen guten Tod angerufen." (Zitat Eberhard Lang, Vorsitzender des Katholikenrates Bottrop)Seither hat das Barbaramahl in verschiedenen Städten des Ruhrgebietes stattgefunden.

Vergeben wird das Barbaramahl vom „Kuratorium Barbaramahl". Zum erstem mal hat der Katholikenrat Bottrop das Barbaramahl bereits im Jahr 2011 ausgerichtet. I

m Jahre 2018 wird die letzte von ehemals über 1000 Steinkohlezechen im Ruhrgebiet in Bottrop geschlossen. Deshalb hat sich der Katholikenrat Bottrop um die erneute Ausrichtung des Barbaramahles für das Jahr 2018 beworben. Bottrop wurde nun die Ausrichtung des 9. Barbaramahls Ruhr für das Jahr 2018 zugesprochen.

 


Katholische Stadtkirche Bottrop, Stadtkatholikenrat Bottrop,

Dekanat Bottrop

Prosperstraße 32 

46236 Bottrop